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Am 15. Mai 2019 machten BIM-Experten aus ganz Deutschland die Hauptstadt zur City of BIM.

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Thema

BIM & Landschaftsarchitektur


Referent

Dipl.-Ing. Matthias Funk - scape Landschaftsarchitekten


Zur Person

Matthias Funk ist Geschäftsführender Gesellschafter; Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt AKNW · BDLA

seit 2018 Vorsitz Arbeitsgruppe BIM des BDLA - Bund Deutscher Landschaftsarchitekten
seit 2016 Mitglied des Gestaltungsbeirats Haan
seit 2001 Inhaber scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf
1998 - 2001 Projektleiter im Büro Davids, Terfrüchte + Partner, Essen
1998 Gründungsmitglied [x.kurs - aktion für neue landschaften e.V.]
1997 Peter-Joseph-Lenné-Preis und Karl-Förster-Anerkennung Kulturforum Berlin
1996 Mitarbeit Sommerschule „Passagen der Landschaft“ am Bauhaus Dessau
1991 - 1997 Studium der Landschaftsarchitektur an der Universität Hannover
1989 - 1991 Studium der Physik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


Zum Vortrag

Die umfassende Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelten stellt für die bisher vergleichsweise gering digitalisierte Baubranche vollkommen neue Handlungsoptionen und -potentiale dar. Zur Zeit werden die meisten Projekte an einem Computerarbeitsplatz mit Hilfe von CAD-Programmen gezeichnet, mit Tabellenkalkulationen Kosten berechnet, in Projektmanagement-Software Zeitpläne erstellt und mit einer datenbankgestützten AVA ausgeschrieben. Obwohl diese Arbeitsweise digital anmutet, stellt sie in Wahrheit doch nur einen Ersatz des Speichermediums Papier durch eine digitale Datei dar. Die erfassten Informationen bleiben dabei in separaten Dateien gefangen und werden nicht zu einem integralen digitalen Modell des Bauobjekts zusammengeführt, welches automatisiert ausgewertet und in den folgenden Arbeitsschritten weiterverwendet werden kann. Der Schritt hin zu integralen digitalen Planungsprozessen in der Landschaftsarchitektur ist mit heutigen Softwareapplikationen realisierbar und stellt ein immenses Potential zur Qualitäts- und Effektivitätssteigerung dar. Vor diesem Hintergrund wurde in den letzten Jahren die Methodik des BIM entwickelt. Dabei ist es von grundlegender Bedeutung zu verstehen, dass BIM eine Prozessbeschreibung zum Aufbau und zur Verwaltung einer zentralen Datenstruktur eines Bauobjekts in einem Modell ist. In dieser Datenstruktur sind Informationen zur Geometrie, zu den verwendeten Baumaterialien, zu den Kosten, zu zeitlichen Abläufen bis hin zu Anforderungen an den Betrieb enthalten. Nach der Definition der zugrundeliegenden Theorie sowie der Ziele befinden sich die Prozesse des BIM in der Landschaftsarchitektur zur Zeit in einer Erprobungsphase am realen Bauprojekt. Aufgrund des bisherigen Schwerpunkts der Forschung auf Hochbau und Infrastruktur existieren kaum verifizierte Arbeitsweisen zur Erstellung und Attributierung der 3D-Geometrie des BIM-Fachmodells Landschaftsarchitektur.

Der Vortrag stellt anhand realer Planungsbeispiele die integrale Planungsmethodik des BIM in der Landschaftsarchitektur systematisch vor und stellt anhand typischer Aufgaben dar, welche BIM-Prozesse im Planungsalltag aktuell realisierbar sind und wo noch Entwicklungsbedarf seitens der Software-Tools besteht.


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